presse 2013

Aufwühlende Reise und etwas Rebellion

Chanson-Duo Blandine Bonjour und Bernd Köhler begeistert bei Konzert im Limburgerhofer Capitol

Blandine Bonjour und Bernd Köhler reisen mit ihren Zuhörern nach Paris, in die Stadt der Liebe. FOTO: LENZBlandine Bonjour und Bernd Köhler reisen mit ihren Zuhörern nach Paris, in die Stadt der Liebe. FOTO: LENZLIMBURGERHOF. Auch Traditionen beginnen einmal. In diesem Fall im Capitol-Kino in Limburgerhof. Nachdem der Weiterbestand des alten Capitol-Kinos nun gesichert scheint, wird es aller Voraussicht nach nicht bei drei Auftritten in drei Jahren des Chanson-Duos Blandine Bonjour & Bernd Köhler bleiben müssen. Die Künstler können wiederkommen. Am Wochenende haben sie die Besucher mit auf eine Reise durch Paris genommen.

Capitol-Betreiber Thomas Sauer zeigte sich am Samstagabend optimistisch, dass das denkmalgeschützte Kino als Veranstaltungsort erhalten bleibt. So könne er für die Zukunft des Kinos planen. Neben dem Filmprogramm sollen dann auch verstärkt Kleinkunstveranstaltungen wie diese auf dem Programm stehen.

Köhler und Bonjour wurden in Zusammenarbeit mit dem Partnerschaftsverein nach Limburgerhof geholt, der die Beziehungen zur Partnerstadt im burgundischen Chenôve pflegt. Stilecht wurde an diesem Abend deshalb auch Wein der Region angeboten. Dazu passend gab es Käse, Weintrauben und Baguette. Genauso stilsicher und mit Liebe zum Detail wie das Interieur des 50er-Jahre-Kinos war auch die Liederfolge des deutsch-französischen Duos zusammengestellt.

„Paris s‘éveille - Paris erwacht”, lautet der Titel des aktuellen Programms. In mehr als zwei Stunden werden die Zuschauer auf eine (Zeit-)Reise durch die französische Hauptstadt mitgenommen. Mehr als nur ein Hauch französischen Flairs wehte durch den Saal des alten Kinos, als die beiden Vollblutmusiker ihrem Publikum Paris, die Stadt der Liebe, poetisch, melancholisch, aber auch rebellisch und vor allem authentisch nahebrachten. Denn mit dem in den 70er-Jahren bekanntgewordenen politischen Liedermacher Bernd Köhler und der in Lyon geborenen Sängerin und Wahl-Mannheimerin aus Liebe Blandine Bonjour haben sich zwei Seelenverwandte gefunden.

Sie zelebrieren das klassische französische Chanson geradezu und lassen dadurch dessen zeitkritisches Potenzial mit Engagement und Emotionen aufleben. So vereinte das Premierenprogramm, bei dem Mitsingen ausdrücklich erwünscht war, Texte und Lieder unter anderem von Georges Brassens, Guillaume Apollinaire, Serge Gainsbourg, Guy Béart, Jacques Dutronc und Jean-Paul Sartre. Alle Titel wurden durch kurze Geschichten erklärt. Außerdem gab es ein Heft mit den Originaltexten und Übersetzungen sowie knappen Erläuterungen.

Zur Kategorie rebellisch gehörte das Lied über die Blutwoche von 1871, zur Kategorie melancholisch die Ballade über den Fahrkartenknipser in der Pariser Metro, der unter der Erde lebt und nur noch kleine Löcher sieht. Blandine Bonjour erläuterte sehr charmant und kurzweilig dem der französischen Sprache unkundigen Teil der Zuschauer den Text der Chansons. Bei dem Welthit von Joe Dassin „Les Champs-Elysées” waren Erläuterungen überflüssig. Hier konnte dann auch der Teil des Publikums mitsingen, der mit Sprache und Inhalt des Liedguts weniger vertraut war.

Für Bernd Köhler war der Auftritt ein Heimspiel, in Limburgerhof aufgewachsen und zur Schule gegangen, kannte er nicht nur das Kino bestens, sondern auch viele Anwesende. In der Pause nahm er sich Zeit, alte Bekannte zu begrüßen. Nach drei Zugaben war‘s vorüber, und das mit über 150 Gästen ordentlich gefüllte Kino leerte sich langsam. Wenn alles klappt, können Blandine Bonjour und Bernd Köhler wieder ins Capitol-Kino nach Limburgerhof kommen – die Tradition wahren. (cplo)

 

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LINDENHOF. Viele frankophone und frankophile Besucher waren im voll besetzten Saal des Restaurants „Rheinterrassen“ erwartungsvoll versammelt, als das Mannheimer Chanson-Duo Blandine Bonjour (Gesang, Akkordeon) und Bernd Köhler (Gesang, Gitarre) im Rahmen der Französischen Woche Heidelberg-Mannheim sein neues Programm „Paris s’éveille – Paris erwacht“ vorstellte. Mehr als nur ein Hauch französischen Flairs wehte durch den Saal, als die beiden Vollblutmusiker dem Publikum die Stadt der Liebe poetisch, melancholisch, aber auch rebellisch und vor allem authentisch nahebrachten. Denn mit dem in den 70er Jahren bekannt gewordenen politischen Liedermacher Bernd Köhler und der in Lyon geborenen Sängerin und Wahl-Mannheimerin aus Liebe, Blandine Bonjour, haben sich zwei Seelenverwandte gefunden, die das klassische französische Chanson geradezu zelebrieren und dessen zeitkritisches Potential mit Engagement und Emotionen aufl eben lassen.

So vereinte das Premierenprogramm, bei dem Mitsingen ausdrücklich erwünscht war, Texte und Lieder u. a. von G. Brassens, Barbara, G. Apollinaire, S. Gainsbourg, G. Béart, J. Dutronc bis hin zu J. P. Sartre. Alle Titel wurden durch kurze Geschichten erklärt; außerdem gab es ein Heft mit den Originaltexten und Übersetzungen sowie knappen Erläuterungen.

Stimmungsvolle Tableaus und Momentaufnahmen Pariser Szenen wie der Fahrkartenknipser an der Metrostation Lilas, der Pariser Straßenjunge, der Pont Mirabeau oder die erwachende Stadt am frühen Morgen wechselten mit revolutionären Liedern zur Pariser Commune 1871, zum Front Populaire 1936 oder zum Mai 1968.

Blandine Bonjour erwies sich bei der Interpretation der verschiedenen Genres nicht nur als differenziert gestaltende Sängerin, sondern auch als begnadete Melodica- und Akkordeonspielerin; Bernd Köhler war nicht nur ihr virtuoser Partner an der Gitarre, sondern auch Interpret eindringlicher politischer Lieder, die unter die Haut gingen.

Beide wurden bei Joe Dassins Ohrwurm „Les Champs Elysées“ vom Chor des Publikums kräftig unterstützt.

Die Zuhörer waren begeistert und applaudierten lange und stürmisch, bis es noch drei wunderbare Zugaben gab.
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Valprivas. Un concert de musique sacrée pour clore la semaine de stage

concert 01« Lamento » de Monteverdi : une femme se lamente, les hommes commentent ses lamentations. Blandine Bonjour a eu l’excellente idée d’organiser un stage choral, du 3 au 9 août. 20 stagiaires, venus de tous horizons (France, Allemagne, Italie, Angleterre…), se sont retrouvés pendant une semaine pour satisfaire et perfectionner leur amour du chant choral.

Pour terminer leur stage, ils ont donné, vendredi soir, un concert de musique sacrée à l’église, devant environ 150 personnes. Le concert était dirigé par Marie-Pierre Lesur, chef de choeur et pianiste, et Florence Launay, professeur de chant et chanteuse.

Un Sanktus de la messe aux Chapelles n°7 , de Charles Gounod a débuté la soirée. Dans la dernière partie de sa vie, Gounod a composé de nombreuses musiques religieuses où figurent un grand nombre de messes.

Les choristes ont ensuite interprété un Ave Verum, d’Edward Elgar, compositeur anglais né en 1857.

Florence Launay a chanté l’ Ave Verum , de Mel Bonis, compositrice française née à Paris en 1858.

Le choeur des hommes comprenait six personnes : quatre ténors et deux basses. Ils ont, entre autres, travaillé sous la direction de Michael Cooq (anglais). Ils ont interprété Cantiga a la Virgen de Eovide, un chant basque. Pour l’anecdote, le choeur des hommes comprenait un Français, un Allemand, un Roumain, un Vietnamien, un Anglais. Ils ont chanté ce chant basque en espagnol.

On a entendu aussi Lamento, de Monteverdi : une femme se lamente et les hommes commentent ses lamentations. Puis, Ama Birginia, de Felipe Gorrili, et un Ave Verum, de Charles Gounod.

Le concert s’est terminé par The lord bless you and keep you, de John Rutter. L’oeuvre de ce compositeur britanique, né en 1945, est marquée, avant tout, par ses compositions pour des chorales. Le public a ovationné ce cantique.

Photos Nicole Fournet

concert 02Le choeur des hommes a chanté un cantique à la Vierge en espagnol.  concert 03Les choristes ont donné un magnifique concert de musique sacrée.